Kristina und Geert van Dijk sind das Paar des Jahres

Für die große Liebe gab er sein altes Leben auf

Kristina und Geert sind rundum glücklich

Br.-Vilsen - von Mareike Hahn. Am 18. Mai dieses Jahres gaben sich Kristina und Geert van Djik das Ja-Wort. Nun schlüpfen sie noch einmal in ihr Hochzeits-Outfit – als „Brautpaar des Jahres“ bei der Eröffnung des Brokser Heiratsmarkts.

Für die große Liebe hat Geert van Dijk sein Heimatland verlassen: Er zog Anfang 2005 aus dem niederländischen Beek en Donk nach Bruchhausen-Vilsen zu seiner Traumfrau Kristina (geb. Kittlaus). Am 18. Mai dieses Jahres haben sich die beiden dann das Ja-Wort gegeben.

Zum siebten Mal hatten der Flecken Bruchhausen-Vilsen, Gastronom Uwe Stoffregen und die Mediengruppe Kreiszeitung zu der Aktion aufgerufen. Sechs Paare stellten sich bei einem Casting im Rathaus vor, am Ende entschied sich die Jury für Kristina und Geert van Dijk. Die 30-Jährige und der neun Jahre ältere Niederländer nehmen am Freitag, 23. August, in Brautkleid und Anzug an der Markteröffnung teil und müssen am Sonntag, 25. August, beim Frühschoppen im Remmerzelt damit rechnen, auf die Bühne geholt zu werden. Die Belohnung: Zum Frühschoppen darf das „Brautpaar des Jahres“ 20 Gäste einladen. Der Flecken spendiert ein Überraschungspaket mit Vergünstigungen für das Volksfest und die Kreiszeitung einen Kurzurlaub in Berlin inklusive Musical-Besuch – die zweiten Flitterwochen sozusagen.

Die erste Begegnung bezeichnen die beiden Verliebten als Zufall: Kristina war im Sommer 2002 im Urlaub in den Niederlanden und verbrachte einen Abend mit einem Freund in der Kneipe „‘t Huukse“ in Geerts Heimatort. „Wir trafen beim Billardspielen aufeinander und fanden uns gleich sympathisch“, erzählt die Grafik-Designerin.

Bis zum Wiedersehen dauerte es dennoch ein Jahr, und auch das war nicht geplant: „Im Herbst 2003 hat die Schwester meines Kumpels Geerts besten Freund geheiratet“, sagt Kristina van Dijk. „Wir kamen wieder ins Gespräch und haben nach der Hochzeit angefangen, E-Mails zu schreiben.“

Bald spürten beide Herzklopfen: „Wir trafen uns, und schnell wurde klar: Das muss Liebe sein“, denkt das Paar zurück. Mit den Gefühlen kamen allerdings auch hohe Spritkosten: Zunächst führten die Turteltauben eine Wochenend-Beziehung: „Wir fuhren immer im Wechsel 700 Kilometer pro Woche.“ Dass das kein Dauerzustand sein konnte, war ihnen nach einem halben Jahr klar: „Da haben wir gesagt, das geht so nicht weiter“, meint der Ehemann. „Die Frage war, ob wir zusammenziehen oder die Beziehung beenden.“

Letzteres konnten sich Kristina und Geert nicht vorstellen – und standen somit vor der nächsten Entscheidung: Welcher Wohnort soll es sein? „Weil Kristina noch in der Ausbildung und ich sowieso oft beruflich in Deutschland war, war es für mich einfacher, herzukommen“, erzählt der Niederländer. Seine Frau lächelt ihn glücklich an: „Er hatte in Holland eine Doppelhaus-Hälfte, seine Familie, einen guten Job. Das alles hat er aufgegeben.“

Geert van Dijk fand nicht nur eine neue Arbeitsstelle als Verkaufsleiter, sondern auch eine neue Heimat, in der er sich sehr wohl fühlt. Nachdem das Paar vier Jahre in einer Wohnung in Kristinas Elternhaus gelebt hatte, baute es am Eselsort ein Friesenhäuschen.

Fehlte nur noch der Heiratsantrag zum vollkommenen Glück: „Kristina hat immer gesagt, dass sie mit 30 verheiratet sein will“, erzählt der Bräutigam und schmunzelt. „Aber ich hab‘ sie ein bisschen warten lassen.“ In der Nacht ihres 30. Geburtstags war der große Moment gekommen: Geert übergab seiner Kristina einen Umschlag. „Er hatte eine kleine Geschichte aufgeschrieben und darunter den Antrag, total niedlich“, sagt sie. „Ich habe natürlich gleich Ja gesagt. Und ein bisschen geheult.“

In der Nolteschen Mühle in Süstedt ließen sich die zwei trauen, gefeiert wurde im Forsthaus Heiligenberg. „Ein rundum gelungener Tag“, meinen die Eheleute.

Rundum gelungen dürfte in diesem Jahr auch der Besuch des Brokser Markts für die van Dijks werden. Kristina nimmt für das Volksfest immer Urlaub, seit 2005 ist der Marktbummel auch für ihren Gatten ein Muss.

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