Alexandra und Marten Herzberg sind Paar des Jahres

Eine echte Brokser Liebesgeschichte

Seit zehn Jahren ein Paar, seit Mai verheiratet: Alexandra und Marten Herzberg aus Bruchhausen-Vilsen.

Bruchhausen-Vilsen - Von Mareike Hahn. Sie wohnten als Kinder nur 500 Meter voneinander entfernt, und er ist ihr schon in der Schule aufgefallen: Alexandra und Marten Herzberg kennen sich fast ihr ganzes Leben lang. In ihrer Jugend waren sie Freunde, vor zehn Jahren wurden sie ein Paar.

Verliebt, verlobt, verheiratet: Im Mai ließen sich die Brokser trauen. Nun schlüpfen sie noch einmal in ihr Hochzeit-Outfit – als „Brautpaar des Jahres“ bei der Eröffnung des Brokser Heiratsmarkts. Zum achten Mal hatten der Flecken Bruchhausen-Vilsen, Gastronom Uwe Stoffregen und die Mediengruppe Kreiszeitung zu der Aktion aufgerufen. Vier Paare stellten sich bei einem Casting im Rathaus vor, am Ende entschied sich die Jury für Alexandra und Marten Herzberg. Die 31-Jährige und ihr zwei Jahre älterer Mann nehmen am Freitag, 22. August, in Brautkleid und Anzug an der Markt-Eröffnung teil und müssen am Sonntag, 24. August, beim Frühschoppen im Remmerzelt damit rechnen, auf die Bühne geholt zu werden. Die Belohnung: Zum Frühschoppen darf das „Brautpaar des Jahres“ 20 Gäste einladen. Der Flecken spendiert ein Überraschungspaket mit Vergünstigungen für das Volksfest und die Kreiszeitung einen Kurzurlaub in Berlin inklusive Musical-Besuch – die zweiten Flitterwochen sozusagen.

„Wir sind ein echtes Brokser Paar“, sagen die beiden. Bereits ihre Urgroß- und Großeltern stammten aus Bruchhausen-Vilsen. Die Gesundheitswissenschaftlerin und der Ingenieur haben, abgesehen von kurzen Unterbrechungen während des Studiums, stets in ihrem Heimatort gelebt – und das soll auch so bleiben: „Vielleicht bauen wir irgendwann hier.“

Immerhin verbinden die Turteltauben mit dem Luftkurort nicht nur ihre Familiengeschichte, sondern vor allem ihre eigene Lovestory. „Ich kann mich erinnern, dass ich Marten in der Grundschule und in der Orientierungsstufe immer auf dem Schulhof gesehen habe“, erzählt die Braut. Als sie mit 15 Jahren eine kleine Party gab, lud sie neben einigen Freunden auch Marten ein. „Er ist mit dem Mofa gekommen. Da hatten wir unseren ersten näheren Kontakt“, sagt sie. „Damals war er aber gerade in einer Beziehung.“

Bis aus Freundschaft Liebe wurde, sollte es noch ein paar Jahre dauern. „Unser Kontakt wurde mit der Zeit immer enger“, sagt Alexandra Herzberg. „Wir hatten nach Partys immer den selben Heimweg. Vor zehn Jahren kehrten wir nach dem Brokser Markt bei Martens Eltern ein. Und dann war alles klar: Wir waren offiziell zusammen.“

Dass es die große Liebe ist, stand für beide bald fest – aber mit ihrer Hochzeit warteten sie trotzdem ein Jahrzehnt. Die 31-Jährige fasste sich schließlich ein Herz: „Der Antrag kam von mir, an Weihnachten 2012“, erzählt sie und lacht. „Ich habe ganz akademisch eine Powerpoint-Präsentation gemacht.“ Während sie ihm zunächst die Augen verband, wusste er erst nicht, wie ihm geschah. „Ich hatte nicht mit einem Antrag gerechnet. Aber als ich den Beamer gesehen habe, dämmerte es mir“, sagt er. Seine Traumfrau hatte Bilder aus der gemeinsamen Beziehung zusammengestellt. „Die Ringe lagen unter dem Sofakissen. Und auf der letzten Folie stand: Willst du mich heiraten?“, erklärt sie. „Ich hatte ganz schön die Hosen voll.“ Als die Frage auf der Leinwand erschien, sagte er: „Ja, ich denke doch mal schon.“ An die Wortwahl kann sich Alexandra Herzberg noch genau erinnern: „Ich war erst etwas beunruhigt. Aber spätestens, als er gleich am nächsten Morgen seinen Eltern von unserer Verlobung erzählt hat, war das vorbei.“ Ihr Ehemann ergänzt: „Eigentlich war die Hochzeit längst überfällig. Aber weil wir beide in der Ausbildung waren, passte es nie so recht.“

Die Verliebten warteten noch ein weiteres Jahr, weil Alexandra Herzberg 2013 durch ihre Masterarbeit stark eingespannt war. Dann war es soweit: Am 17. Mai gaben sie sich an der Nolteschen Mühle in Süstedt das Ja-Wort. Die kirchliche Trauung folgte am 24. Mai – in der Brokser Kirche, in der beide auch schon getauft und konfirmiert worden waren. Gefeiert wurde im Gasthaus Uhlhorn in Asendorf. „Ein Traum ging in Erfüllung“, sagt die Braut.

Das nächste große Ereignis steht den Broksern nun mit dem Heiratsmarkt bevor. „Der Markt ist für uns Pflichtprogramm“, sagt sie. „Wir sind natürlich jedes Jahr da. Und wer weiß, vielleicht haben wir schon als Kinder zusammen im selben Karussell gesessen.“

Welches Rezept haben die Herzbergs für eine glückliche Ehe? „Wir brauchen beide relativ viel Freiraum“, sagt die 31-Jährige. Und ihr Gatte fügt hinzu: „Ich für meine Autos und für den Handballsport, sie für ihre Pferde. Und ich denke, unsere Gegensätze ziehen sich an.“ Während sie nach eigenen Angaben oft mit dem Kopf durch die Wand will, holt er sie immer wieder auf den Teppich. Alexandra Herzberg lächelt Marten an: „Du bist mein Mann, aber auch mein bester Freund.“

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