Neuheiten auf dem Heiratsmarkt

Hoch hinaus und doppelter Gruselspaß: Das ist neu beim Brokser Markt

Das „Scary House“ kommt zum ersten Mal zum Brokser Markt.

Br.-Vilsen - Nachdem die Zeitrechnung in Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ein jähes und vorzeitiges Ende genommen hat, ist ein neuer Countdown nötig, um Vorfreude zu aktivieren. Die Olympischen Spiele böten sich an. Oder die Zeit bis die ersten Schoko-Weihnachtsmänner zu haben sein werden. In der Region Diepholz liegt die Zahl der Wahl bis zum Beginn des Brokser Heiratsmarktes.

Sofort hat man den Geruch von Zuckerwatte und Spießbraten in der Nase und meint aus der Ferne ein „Hoch die Hände“ zu vernehmen, das aus einem der Festzelte herüberweht und sich in das schrille Hupen eines Karussells mischt, das zu einer neuen Runde starten will. Das und viel mehr wird man beim 371. Brokser Markt nicht vermissen müssen. An den vier Grundfesten - allgemeiner Markt, Pött und Pann, Gewerbeschau und Pferdemarkt – wagt Marktmeister Ralf Rohlfing nicht zu rütteln. Warum auch an Erfolgsrezepten rühren? Doch selbst Lieblingsgerichte können ab und zu einen Frischekick vertragen. Marktneuheit heißt die Zutat der (Markt-)Meisterküche.

Fünf neue Attraktionen

Die Riege der 33 Karussells für Groß und Klein hat fünf Neuheiten für ganz unterschiedliche„Geschmacksrichtungen“ zu bieten. „Rund um die Welt“ geht es vom 26. bis 30. August nicht nur im traditionellen Riesenrad, sondern auch im gleichnamigen „Around the World“ Kettenkarussell. Eine Luftnummer im schönsten Sinne, denn es geht 60 Meter hoch hinaus über alle Köpfe hinweg. Immerhin noch 20 Meter hoch hebt „Alpha 1“ ab. Wenn Sie jemanden sagen hören, da sei ein Ufo unterwegs, zweifeln Sie nicht an seiner Glaubwürdigkeit. Alpha 1 ist das, was Karussell-Kenner einen Ufo-Typ nennen. Galaktisch bleibt es bei Neuheit 3: „Heroes“ ist eine Schaukel des Typs Orbit und schaukelt seine Gäste in je drei Gondeln an sechs Auslegern durcheinander.

Den Teufel an die Wand malen? Familie Hansla bringt ihn in Übergröße mit!

In den Neuheiten Nummer 4 und 5 kann man motorisch etwas zur Ruhe kommen, dafür wird das Nervenkostüm der Marktbesucher tüchtig strapaziert. Zwei neue Geisterbahnen gehören zum Aufgebot der Laufgeschäfte. Sowohl im „Panic Room“ als auch im „Scary House“ soll es einem eiskalt den Rücken runter laufen.

Scary House, Haus des Schreckens, heißt das Laufgeschäft, das Harry Hansla im vergangenen Jahr gekauft hat. Seine erste Neuanschaffung, wie er gerne und stolz berichtet. Dabei ist der Oldenburger ein alter Hase im traditionellen Schaustellergewerbe.

Im „Scary House“ ist gruseln angesagt

Ingrid Witte segnete das „Scary House“ auf der „Osterwiese“.

Seit 1966 betreibt die Familie eine Geisterbahn. Das „Spukschloss“ ist eine feste Größe unter den Fahrgeschäften des Brokser Marktes. Wann immer möglich, sind Hanslas in Bruchhausen dabei. „Wir treffen hier liebe Kollegen, aber auch Verwandte“, beschreibt Harry Hansla seine langjährige Verbundenheit. Zum ersten Mal in seiner Zeit als Unternehmer hat er mit „Scary House“ ein nagelneues Geschäft erworben. Seinem Motto aber bleibt er treu: Gruseln sollen sich die Leute.

Und das mehr denn je. Mehr als zwei Minuten und damit fast doppelt so lang als bisher dauert die Fahrt durch das zweigeschossige Haus des Schreckens. In den Zimmern müssen sich die Besucher auf lebende Geister gefasst machen. Auch Portraits werden eine Rolle spielen. Doch ganz viel mehr möchte Harry Hansla nicht verraten. Außer, dass Video-Animationen eine zentrale Rolle spielen werden.

Harry Hansla

Grusel hin, Geister her: Die Taufe seines neuen Fahrgeschäfts war dem Schauteller eine Herzensangelegenheit. Die Kulisse aus Teufeln und Gespenstern scheute Bremens Dompastorin Ingrid Witte im Frühjahr nicht, und segnete zu Beginn der Osterwiese das schrecklich-schöne Gruselhaus. Alle, die dem roten Teufel an der aufwändig gestalteten Fassade nicht über den Weg trauen, können sich also auf eine schützende Hand verlassen.

aks

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