Vorfreude auf den Brokser Markt von allen Seiten

Schausteller mögen die Tradition und die Gemütlichkeit

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Harry und Melanie Hansla freuen sich auf den Brokser Markt.

Bruchhausen-Vilsen - Von Max Brinkmann. Nicht nur für zahlreiche Bürger ist der Brokser Heiratsmarkt jedes Jahr ein Highlight, sondern auch für viele Schausteller.

Zum Beispiel für Harry Hansla. „Mein Herz hängt schon ein bisschen an Bruchhausen“, sagt der Schausteller. „Da es dort so klein ist, erkennt man tatsächlich einige Gäste über die Jahre hinweg wieder.“ Da er als Kind zeitweise sogar die Schule in Bruchhausen-Vilsen besuchte, ist dies kein Wunder.

Der 48-Jährige lebt – wenn er mal nicht auf dem Rummel ist – mit seiner Frau und seinem Sohn in Borbeck bei Oldenburg. Die Schaustellertradition führt er bereits in vierter Generation fort. Seit 23 Jahren ist er selbstständig und reist mit seiner Familie und zwei bis drei Angestellten zu den Volksfesten Deutschlands.

Das Spezialgebiet der Hanslas war es schon immer, Spuk und Grusel unter den Jahrmarktsbesuchern zu verbreiten. 1966 bekam die Familie ihre allererste Geisterbahn, die bis zum letzten Jahr sogar noch genutzt wurde. Nun legte sich Harry Hansla eine ganz neue Geisterbahn zu, die auf der diesjährigen Osterwiese Premiere feierte. „Ich besuche mit der Bahn so 20 bis 25 Stationen im Jahr und versuche, sie ständig zu verbessern. Eine Geisterbahn braucht ohnehin öfter Neuerungen, damit sie für die Gäste gruselig bleibt“, sagt Hansla. Zurzeit arbeitet er viel mit Videos, um die Gäste bestmöglich zu erschrecken.

„Ich freue mich schon sehr auf den Brokser Heiratsmarkt“, sagt Hansla. Schon als Kind half er auf dem Markt mit. „Ich habe dort viele Schaustellerbekanntschaften. Ich mag es dort auch, weil es so klein ist. Man geht zu Rewe oder Schlachter Becker und kennt die Leute, die dort arbeiten.“ Für Hansla ist der Brokser Markt einer der gemütlichsten Märkte, die er jedes Jahr besucht.

Auch für Claudia Vespermann ist das Volksfest in Bruchhausen-Vilsen immer wieder etwas Besonderes. Ihre Familie besitzt einen der Klassiker, nämlich den „Break Dancer“. Das Karussell steht fast jedes Jahr direkt am Denkmal, dem Mittelpunkt des Marktplatzes.

„Wir betreiben in sechster Generation Schaustellerei. Mein Mann und ich reisen mit fünf Angestellten zu ungefähr 30 Jahrmärkten pro Saison“, sagt Vespermann. In den übrigen zwei Monaten des Jahres werden die beiden „Break Dancer“-Karussels der Familie dann restauriert. Jedes Jahr müssen die Wagen neu angestrichen werden.

„Meine Familie kommt aus Syke und Twistringen“, erzählt Claudia Vespermann. Am Brokser Markt gefällt ihr die Tradition. Sie findet den Brauch der Spaßtrauungen schön, und auch der Pferdemarkt am Dienstagmorgen gefällt ihr sehr.

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