Was als Spaßtrauung begann...

Bruchhausen-Vilsen. Zwar weiß niemand so ganz genau, warum der „Brokser Markt“ im Volksmund „Brokser Heiratsmarkt“ heißt, aber denken kann man es sich schon. In anderen Orten lernten sich junge Leute beim Schützenfest kennen, in Broksen dagegen auf dem Markt.

Das soll auch heute noch vorkommen. - Manch einer mag das früher auch schon mal bereut haben, aber eine „Ehe auf Probe“ gab es noch nicht.  Das ist heute anders: Der Heimatverein Martfeld bietet im Hochzeitszelt Spaßtrauungen an. So richtig mit Trauspruch, Sekt, Lebkuchenherz und auf Wunsch auch mit Zylinder, Strauß und Schleier. Auch eine Urkunde wird dem Hochzeitspaar ausgestellt, doch diese „Ehe“ ist befristet. Ohne Formalitäten endet sie, wenn auf dem Brokser Markt die Lichter ausgehen, spätestens also nach fünf Tagen am Dienstag. Für die Spaßtrauungen bietet das Hochzeitszelt auch das passende Ambiente: Hier werden Brautmoden präsentiert, es gibt eine Hochzeitstorte, eine Hochzeitskutsche steht bereit, auf Wunsch auch ein Fotograf.

Marktmeister Ralf Rohlfing rechnet auch in diesem Jahr wieder mit etwa 140 Paaren, die sich das Trauen trauen. Einige reisen dafür von weither an, es gibt sogar schon „Stammkunden“ unter den Spaß-Hochzeitspaaren.

Empfohlen werden die Spaßtrauungen besonders den jungen Damen, die sich bei der Junggesellen-Versteigerung einen „Traummann“ ersteigert haben. Den könnten sie gleich ins Hochzeitszelt abschleppen und ihn sich wenigstens bis zum Marktende „sichern“.

Aber Vorsicht ! Was als Spaßtrauung begann und eigentlich mit dem Marktende beendet sein sollte, fand in einigen Fällen sogar schon mal eine Fortsetzung. Wie Rohlfing berichtet, soll es schon vorgekommen sein, dass aus dem Spaß ein Bund fürs Leben wurde.

Der Heimatverein Martfeld, der dieses Spektakel auf dem Markt anbietet, möchte mit dieser Aktion natürlich auch daran erinnern, dass Heiratswillige, wenn sie denn ernsthaft an einen Bund fürs Leben denken, sich ihr Eheversprechen auch in der Fehsenfeldschen Mühle in Martfeld geben können.

Neben der Fehsenfeldschen Mühle und natürlich dem Standesamt im Rathaus bietet die Samtgemeinde noch an drei weiteren idyllischen Plätzen standesamtliche Trauungen an: In der Behlmer „Hochzeitsmühle“, in der Nolteschen Wassermühle in Süstedt und in der „Guten Stube“ in „Robberts Huus“ in Schwarme.

bt

Lesen Sie dazu auch:

- 50 Euro und kein Mann

Das könnte Sie auch interessieren

Rückblick auf die fünfte Jahreszeit

Rückblick auf die fünfte Jahreszeit

Party am Dienstag - Teil 2

Party am Dienstag - Teil 2

Pferdemarkt auf dem Brokser Heiratsmarkt

Pferdemarkt auf dem Brokser Heiratsmarkt

Party am Dienstag auf dem Brokser Heiratsmarkt

Party am Dienstag auf dem Brokser Heiratsmarkt

Kommentare