Junggesellenversteigerung im „Musikladen“-Zelt / Höchstgebot lag bei 150 Euro / Fünf Männer stellten sich schwierigen Aufgaben

Prachtvolle Exemplare präsentierten sich

Der 19-jährige Hergen freute sich sichtlich über den Zuspruch der weiblichen Gäste. Das Gebot für ihn: 150 Euro.

Bruchhausen-Vilsen (kk) · Ob Bierkistenrennen oder „Blinde Kuh“ – fünf junge Männer haben im „Musikladen“-Zelt auf dem Brokser Heiratsmarkt alles gegeben, um bei den Frauen gut anzukommen. Schließlich galt es gestern bei der traditionellen Junggesellenversteigerung, einen möglichst hohen Preis zu erzielen – und womöglich die Frau fürs Leben zu finden.

„Prachtvolle Exemplare“ präsentierten die beiden Auktionatoren Hendrik Treusel und Bernhard Helmke. Damit sich die johlende Frauenmenge ein Bild von den Qualitäten der angebotenen Männer machen konnte, traten die fünf tapferen Herren in zwei Spielen gegeneinander an. „Dieses Jahr startet das erste Bierkistenrennen“, erklärte Treusel die Spielregeln. Mit großem Vorsprung sicherte sich Landwirt Hergen den Sieg vor seinen Mitstreitern. Tobender Applaus hallte durch das Zelt. Die mutigen Männer antworteten mit einer La-Ola-Welle.

Doch noch war nichts entschieden, um die Gunst der Weiblichkeit buhlten die fünf Junggesellen beim Blinde-Kuh-Spiel. Und jedes gute Spiel braucht auch eine charmante Assistentin: Moderator Hendrik Treusel griff beherzt ins Publikum und zog die dunkelhaarige Jessica auf die Bühne, die sich zwar etwas zierte, dann aber den fünf Junggesellen die Augen verband und in die Menge schickte. Dort warteten bereits die mit Wäscheklammern bewaffneten Frauen, um damit ihren Lieblingskandidaten zu kennzeichnen. Dabei sei es egal, wo die Klammer angesteckt werde, klärte Treusel vorher auf: „Es darf ruhig wehtun.“ Doch das war kein Hinderungsgrund für die fünf Männer. Todesmutig nutzten sie das Bad in der Menge, und bei der Auszählung der Wäscheklammer stellte sich der klare Favorit heraus: Der Gewinner des Bierkistenrennens sammelte ganze 33 und setzte sich damit erneut gegen seine Konkurrenz durch.

In der dritten Runde galt es, den ausgeklügelten Intelligenztest zu bestehen und damit noch einmal alles zu geben. Zuerst stellte sich der 31-jährige Fabian den kniffligen Fragen unter anderem zum Thema Zweisatz. Gar nicht so einfach, aber immerhin überzeugte er dann doch und ging in der Versteigerung für 15 Euro an eine junge Frau. „Ich habe ihn für meine Mutter ersteigert“, erzählte sie schmunzelnd. Danach testete Bernhard Helmke das Wissen von Kandidat Marco, der schließlich für 20 Euro versteigert wurde. Für eine richtige Antwort erntete der 42-jährige Tomek tobenden Applaus und ging für 25 Euro an die Frau. Körperlichen Einsatz zeigte Christoph mit beeindruckenden Liegestützen. „Stellt euch vor, ihr liegt drunter“ machte Helmke bei den Frauen Lust auf mehr. Und das sollte seine Wirkung haben: Die 22-jährige Melanie legte 35 Euro bar für den sportlichen Junggesellen auf den Tisch. Und dann wurde es auf einmal richtig spannend. Die Meute riss sich um den übrig gebliebenen Favoriten. Im Sekundentakt machten die anwesenden Frauen immer höhere Gebote, bis schließlich der Hammer bei 150 Euro fiel. Durchgesetzt haben sich die Ladies zweier Reitvereine, die sich kurzerhand zusammengetan haben, um den Junggesellen für sich zu gewinnen. Mit so vielen Frauen im Arm fühlte sich der 19-Jährige sichtlich wohl.

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