Polizei und Jugendamt kontrollieren auf dem Markt

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Bei der Aktion "Ohne Sprit - mach mit" wurde am Ende der Zeit gemessen, ob Alkohol getrunken wurde - hier blieb die Anzeige auf 0,0

Wenn Brokser Markt ist, dann herrscht in Bruchhausen-Vilsen Ausnahmezustand. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Besucher das Jugendschutzgesetz missachten dürfen. Damit sich alle an die Regeln halten, kündigen Polizei, Jugendamt und Flecken Jugendschutz-Kontrollen an.

Im vergangenen Jahr waren zum ersten Mal Vierer-Teams auf dem Markt unterwegs. Sie kontrollierten, ob Minderjährige zu Zeiten dort waren, in denen sie sich laut Jugendschutzgesetz nicht auf Volksfesten aufhalten dürfen. Außerdem beobachteten die Experten die unerlaubte Abgabe und den illegalen Konsum von Alkohol und Tabakwaren. „Alle Beteiligten haben die Aktion als sehr erfolgreich bezeichnet“, blickte Ordnungsamtsleiter Volker Kammann jetzt zurück. „Man merkte auch am Verhalten der Jugendlichen, dass die angekündigten Kontrollen Wirkung hatten.“

Auch in diesem Jahr steht die Prävention im Vordergrund. Strafen drohen trotzdem, wenn jemand gegen das Gesetz verstößt: „Es besteht die Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche aufgegriffen und in die Obhut des Jugendamts gegeben werden“, sagt Kammann. In so einem Fall versuchen die Betreuer, die Eltern des Betroffenen zu informieren und ihn nach Hause zu bringen. Die Fahrtkosten müssen die Erziehungsberechtigten bezahlen. „Wenn die Polizei ein Kind nach Hause bringt, kostet das schnell 100 Euro“, erzählt Polizist Jörn Peter Hinrichs.

Sind die Eltern nicht erreichbar, bleibt ihr Sprössling eine Nacht in einem Kinderheim – auch dann geht die Rechnung an Mutter und Vater. „Soweit sollte es nach Möglichkeit gar nicht erst kommen“, sagt Kammann und rät Familien, die Regeln für den Marktbesuch im Vorfeld zu besprechen. „Eltern haben die Pflicht, für ihre Kinder die Aufsicht und damit auch die Aufenthaltsbestimmung im Rahmen der gesetzlichen Regelungen vorzunehmen.“

Die Gastronomen seien ebenfalls gefragt: Sie müssten darauf achten, gar keinen Alkohol an unter 16-Jährige auszuschenken sowie nur Besuchern ab 18 Jahren branntweinhaltige Getränke und Alcopops zu verkaufen.

Bei der Jugendschutz-Aktion geht es nach Angaben von Hinrichs auch darum, Gefahren abzuwehren und Straftaten zu verhindern: „Wir wollen nicht, dass Jugendliche zu Opfern und beispielsweise alkoholisiert ausgeraubt werden.“

Mehr Informationen im Ordnungsamt bei Dietrich Meyer, Telefon 042 52/ 391-212, und Volker Kammann, Telefon 042 52/ 391-217, sowie per E-Mail an volker.kammann@ bruchhausen-vilsen.de.
Detlef Zilinka vom Jugendamt des Landkreises ist unter Telefon 054 41/976-1132 zu erreichen. 

Hier können Sie sich im Internet informieren:
bmfsfj 
jugendschutz
bzga

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