Besondere Freude über Besuch von Antje Niewisch-Lennartz

Zum letzten Mal erlebt Horst Wiesch heute in seiner Funktion als Samtgemeindebürgermeister die Eröffnung des Brokser Heiratsmarkts

Bruchhausen-Vilsen - Von Mareike Hahn. Zum letzten Mal erlebt Horst Wiesch heute in seiner Funktion als Samtgemeindebürgermeister die Eröffnung des Brokser Heiratsmarkts. Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz ist die 14. Heiratsvermittlerin in Wieschs Amtszeit, die Ende Oktober endet. Gerne erinnert er sich an die vielen niedersächsischen Politiker zurück, die seit dem Jahr 2000 den Markt eröffnet und vorher jeweils mit einigen Kommunalpolitikern eine Runde in der Museumseisenbahn gedreht haben.

Der erste in der Reihe war der Kulturminister Thomas Oppermann. „Er war hochinteressiert an der Museumseisenbahn, sagte uns aber, dass es leider keine Landesmittel zur Unterstützung der Bahn geben würde“, denkt Wiesch zurück.

Auch Oppermanns Nachfolger, der Ministerpräsident Sigmar Gabriel, habe große Freude an der historischen Bahn gehabt. „Er hatte Spaß daran, auf der Lok mitzufahren. Überhaupt war Sigmar Gabriel ein sehr angenehmer Gesprächspartner.“

Zu Justizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer, der 2002 nach Broksen kam, fällt Horst Wiesch nicht viel ein. Nur soviel: „Er war sehr professoral.“

Als sehr freundlich und nahbar hat Wiesch 2003 den Kulturminister Lutz Stratmann empfunden. Auch er habe sich sehr für die Museumseisenbahn interessiert.

„Uwe Schünemann wurde 2004 klitschnass beim Fassanstich im Zelt“, sagt Horst Wiesch. Dem Minister für Inneres und Sport sei es nicht gelungen, den Hahn ins Fass zu klopfen – Schuld war ein falsches Ventil. Wiesch schmunzelt: „Er musste hinterher noch zum Parteitag der CDU und hat sicher den ganzen Tag nach Bier gerochen.“

Als Highlight bezeichnet Wiesch den Besuch des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff im Jahr 2005: „Er war gerade auf dem Höhepunkt seines Beliebtheits- und Bekanntheitsgrads. Entsprechend war sein Empfang im Zelt: So viel Beifall hat noch kein Gast bekommen.“ Wulff sei sehr offen und ein angenehmer, überhaupt nicht überheblicher Gesprächspartner gewesen, der sich auch gerne mit den Bürgern unterhalten habe.

„Hans-Heinrich Ehlen hat den Markt in vollen Zügen genossen“, fährt Wiesch fort. Der Landwirtschaftsminister habe sich selbst als „Minister für Essen und Trinken“ bezeichnet und sich 2006 von dem Volksfest entsprechend begeistern lassen.

Im Jahr 2007 kam Finanzminister Hartmut Möllring zum Heiratsmarkt. „Auch er hatte einen recht guten Auftritt. Seine Rede war mit ordentlich Anekdoten gewürzt. Er hat erklärt, dass jeder, der kein Bier trinkt, Steuerhinterziehung begeht.“

Der nächste im Bunde, Umweltminister Hans-Heinrich Sander, habe sich in Bruchhausen-Vilsen bereits ausgekannt, da seine Frau aus Oerdinghausen stamme. „Nicht zuletzt deshalb war er sicher der Heiratsvermittler, der nach der Eröffnung am längsten auf dem Markt geblieben ist. Er war noch tief in der Nacht da.“

Die Ansprache von Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler 2009 sei bisher wohl am besten beim Publikum angekommen. „Er hat ein tolles Talent zu reden und die Leute zu unterhalten. Das Zelt tobte, als er seine politischen Kollegen durch den Kakao gezogen hat.“

Als freundlich und nett, aber relativ unauffällig hat Wiesch Kultusminister Dr. Bernd Althusmann im Jahr 2010 empfunden.

„Ministerpräsident David McAllister mochte das Zugfahren nicht unbedingt“, sagt Wiesch. „Er hat sich mehr mit seinen Parteikollegen zusammengehockt und ist relativ schnell wieder von dannen gezogen.“

Erstaunlich witzig sei indes 2012 Landwirtschaftsminister Gert Lindemann gewesen. „Er gilt eher als dröger Verwaltungsmensch, hat aber eine sehr gute Figur abgegeben.“

Als sehr offenen Gesprächspartner hat Wiesch im vergangenen Jahr auch Ministerpräsident Stephan Weil erlebt. „Ich gehe davon aus, dass sein Besuch hier auch dazu beigetragen hat, dass die Flurbereinigung in Engeln genehmigt wurde. Er war sehr offen und freundlich, das hat Spaß gemacht.“

Auf den heutigen Besuch von Antje Niewisch-Lennartz freut sich Wiesch besonders. Er habe sie bereits mehrfach in ihrer früheren Funktion als Richterin am Verwaltungsgericht Hannover sowie beim parlamentarischen Abend des Städtetags getroffen. „So haben wir von vornherein eine Gesprächsbasis“, ist Wiesch sicher.

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