Brokser Markt klar in der Gewinnzone

Br.-Vilsen - Der Brokser Heiratsmarkt ist nicht nur für tausende Menschen in der Region ein Gewinn, sondern auch für die Kasse des Eigenbetriebs „TourismusService“ vom Flecken – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Darüber freute sich am Mittwochabend der Markt- und Tourismusausschuss für den Eigenbetrieb.

Kämmerer Andreas Schreiber ging während der Sitzung im Rathaus Bruchhausen-Vilsen auf den Jahresabschluss 2011 ein. Er stellte einen Verlust in Höhe von rund 104 000 Euro für den Eigenbetrieb „TourismusService“ fest, der sich aus den Bereichen Markt und Tourismus zusammensetzt. Verantwortlich für das Minus war jedoch nicht der Brokser Markt – denn der erwirtschaftete 28 000 Euro Gewinn und glich damit den Verlust von 132 000 Euro im Tourismus-Bereich zumindest ein Stück weit aus.

„Wir sind beim Markt von der Verlust- in die Gewinnzone gekommen“, freute sich Ausschussmitglied Wolfgang Griese (CDU). „Um wieder richtig Oberwasser zu bekommen, müssen wir aber noch ein paar Jahre durchhalten“, ergänzte Marktmeister Ralf Rohlfing. Denn noch müsse der Eigenbetrieb alte Schulden tilgen. Einstimmig akzeptierten die Politiker den Jahresabschluss 2011.

Nächstes Thema war der Teilbereich Markt im Wirtschaftsplan für 2014. Rohlfing sprach von „keinen ganz großen Überraschungen“. Für die Präsentation und Eröffnung des Brokser Markts sind 9 000 Euro eingeplant. Die Unterhaltung des Marktplatzes schlägt mit 5 000 Euro zu Buche. Im Bereich „Merchandising“ nimmt der Flecken 34 000 Euro von den Schaustellern ein und gibt sie für Werbezwecke aus, erklärte Rohlfing. 5 000 Euro investiert der Eigenbetrieb dieses Jahr in neue Absperrbaken.

Einmal mehr sprachen die Ausschussmitglieder das Thema „Wege“ an. In den vergangenen Jahren hatten sie immer wieder über eine mögliche Asphaltierung der Wege diskutiert. „Das würde sicher einen sechsstelligen Betrag kosten“, gab Rohlfing zu bedenken. Keiner der Politiker sah derzeit akuten Handlungsbedarf.

Des Weiteren empfahl der Markt- und Tourismusausschuss den Erlass einer neuen Marktordnung und eine Änderung der Standmieten für das Volksfest. „Wir haben die Marktordnung auf den aktuellen Stand gebracht“, erläuterte Ausschussvorsitzender Hermann Hamann (SPD). Auf Anregung von Schausteller Henry Stummer habe man zudem die Standmieten-Regelung verändert. Hier hakte Grünen-Politiker Bernd Schneider ein: „An der Standmiete ändert sich ja nichts, nur die Zahlungsmodalitäten.“ Als sehr entgegenkommend bezeichnete Griese die neue Regelung, dass die Marktbeschicker erst zwei Monate später ihre Gebühren bezahlen müssen.

„Können leider keine 800-Jahr-Feier planen“

Ferner teilte Rathaus-Mitarbeiter Rohlfing mit, dass er mit den Verkehrsbetrieben Grafschaft Hoya (VGH) darüber verhandle, die Busfahrzeiten während des Volksfests nach hinten auszudehnen. Er lobte die Zusammenarbeit mit der Polizei, die den Markt 2013 als „einen der ruhigsten überhaupt“ bezeichnet habe. Nach dem Fällen mehrerer alter Pappeln im vergangenen Jahr will die Verwaltung auf dem Marktplatz neue Bäume pflanzen. „Wir werden uns mit dem Bauhof nach geeigneten Flächen umsehen“, sagte Rohlfing.

Mit dem Alter des Heiratsmarkts hatte sich Hermann Hamann im Vorfeld der Sitzung beschäftigt. Die älteste vorliegende Urkunde stamme aus dem Jahr 1695 von Herzog Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg. „Es gibt aber die Vermutung, dass der Markt schon 1219 existierte“, sagte er. Ein Indiz dafür sei eine alte Urkunde mit Marktsiegel. Es habe jedoch früher mehrere Märkte im Bereich Bruchhausen-Vilsen gegeben, sodass man nicht sicher sein könne. „Deshalb können wir keine 800-Jahr-Feier planen“, bedauerte Hamann.· mah

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