Jeder, der auf dem Markt mal „muss“, muss zu Michaela Blume und Co.

Feierlaune ist ansteckend

Seit 18 Jahren ist Michaela Blume während des Brokser Heiratsmarktes für die Sauberkeit der kostenlosen Toiletten am Jugendhaus zuständig. Fotos(2): Pröpper

BR.-VILSEN (kp) Jeder, der einen Fuß auf den Brokser Heiratsmarkt setzt und im Zuge dessen ein bestimmtes Bedürfnis hat, kommt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit irgendwann zu ihnen. Michaela Blume, Anke Petersen, Gitti Pelzel und Melanie Müller sind vier der Frauen und Männer, die auf dem Marktgelände für die Sauberkeit der Toilettenhäuser und -container zuständig sind.

Melanie Müllers Einsatzort sind die WC-Container des „Remmer-Zeltes“. Sie kennt die Sorgen vieler Marktbesucher – vor allem die der weiblichen, denn die müssen besonders viel Geduld aufbringen, wenn sie mal „wohin“ wollen. „Die Leute sind gut drauf, auch wenn sie manchmal etwas warten müssen“, erklärt die Mutter von zwei Kindern, die sich von der Stimmung im Festzelt jeden Abend aufs Neue anstecken lässt.

„Auf dem Brokser Markt kann man gut arbeiten, woanders ist das nicht so“, sagt sie. Dort trifft sie auch auf die verschiedensten Persönlichkeiten. „Ich kriege einiges mit. Ich glaube, ich sollte mal ein Buch darüber schreiben.“

Blitzblank: Melanie Müllers Einsatzort sind die Toilettencontainer am „Remmer-Zelt“. Die Stimmung, die dort jeden Abend herrscht, greift auch auf sie über.

Seit 18 Jahren arbeitet Michaela Blume, während der Brokser Heiratsmarkt tobt, an ein und demselben Ort. Ihr „Revier“ sind die Toiletten am Jugendhaus, gute Laune und ein „dickes Fell“ ihr Geheimrezept im Umgang mit „notorischen Meckerern“. Sie findet es lustig, wenn Leute über ihre Schilder lachen, die darauf hinweisen, keine Speisen und Getränke mit auf die Toilette zu nehmen. Viele würden sich wundern, warum sie so etwas überhaupt verbietet, erklärt sie. Meist muss die Mehringerin dann aber nur kurz warten, bis wieder jemand versucht, mit Hot-Dog und Bier in einer der Kabinen zu verschwinden. Nur zwei Dinge stören sie in diesem Jahr. Zum einen die fehlende Beschilderung, die auf das kostenlose Toilettenhaus hinweisen soll. Zum anderen hat sie sich trotz ihrer guten Laune am vergangenen Wochenende geärgert. Ein Mann im Rollstuhl suchte am Sonnabend eine Toilette, und sie musste ihn abweisen, da er mit seiner Gehhilfe nicht in die Kabinen am Jugendhaus kam. Ein für Rollstuhlfahrer geeigneter Toilettencontainer, der an einem Marktausgang steht, war defekt, und sonst konnte sie den Mann nirgendwo hinschicken.

Seit 20 Jahren ist auch Gitti Pelzel auf dem Brokser Heiratsmarkt unterwegs. Bei „Mügge‘s Gasthaus“ hält sie zusammen mit Anke Petersen die Stellung. Auf den heutigen Andrang haben sich die beiden schon „seelisch eingestellt“.

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