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Marktmeister wagt Prognose: „Der Brokser Heiratsmarkt findet statt. Punkt.“

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Von: Regine Suling-Williges

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Beleuchtetes Riesenrad und Karussell vor Nachthimmel
Das Riesenrad als eines der Wahrzeichen Bruchhausen-Vilsens soll sich nach zwei Jahren coronabedingter Pause im August wieder auf dem Marktplatz drehen, plant der Fachausschuss. Wie der Markt aussehen kann, soll und muss, steht noch nicht fest. © Gemeinde Bruchhausen-Vilsen

Br.-Vilsen – „Noch sind es 218 Tage, und dann soll es wieder losgehen“, erklärte Hermann Hamann (SPD) am Mittwochabend voller Motivation und Vorfreude. Da war sich der Ausschussvorsitzende des Marktausschusses mit Marktmeister Ralf Rohlfing einig, der die Prognose wagte: „Der Markt findet statt. Punkt.“

Was aber trotz der Zuversicht aller Beteiligten weiterhin unklar bleibt, sind die konkreten Rahmenbedingungen, unter denen das bunte Treiben auf dem Brokser Marktplatz vom 26. bis 30. August über die Bühne gehen kann.

„Nach zwei Märkten, die nicht stattgefunden haben, ist die Haushaltsplanung nicht einfach“, erläuterte Ralf Rohlfing dem Marktausschuss im Forum des Schulzentrums Bruchhausen-Vilsen. Welche Maßnahmen aus der Corona-Pandemie resultieren werden, sei noch vollkommen unklar. Und welche Kostensteigerungen diese mit sich brächten, sei zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls kaum planbar, so der Marktmeister. Er stellte den Ausschussmitgliedern den Haushaltsplan 2022 für den Eigenbetrieb Brokser Heiratsmarkt vor.

Darin stehen Erträgen von 356 .200 Euro Aufwendungen in Höhe von 358.600 Euro gegenüber. Macht ein Minus von 2200 Euro. Das indes fällt nur so gering aus, weil der Flecken bereits 80.000 Euro zugesagt hat, die auf der Einnahmeseite einkalkuliert sind. „Daran sieht man, wie wichtig uns der Brokser Markt ist und dass er wieder auf die Füße kommt“, unterstrich Bürgermeister Lars Bierfischer (SPD).

Brokser Heiratsmarkt wird nicht so aussehen wie 2019

So wie zuletzt im Jahr 2019 werde der Brokser Heiratsmarkt jedoch nicht aussehen, erläuterte der Marktmeister. Die meisten Schausteller hätten sich zwar wieder beworben. Veränderungen und damit weniger Bewerbungen gebe es aber für die Gewerbezelte und bei den Händlern. „Da könnte schon ein anderes Bild entstehen“, sagte Ralf Rohlfing auf Nachfrage von Bernd Schneider (Grüne), der wissen wollte, ob alle Beschicker wieder zum Markt kommen würden.

Vom Tisch ist die Feier des 375. Marktjubiläums, die eigentlich im Jahr 2020 stattfinden sollte. „Wir können im Jahr 2022 kein Jubiläum nachfeiern“, erklärte Ralf Rohlfing und formulierte seinen Wunsch an den Brokser Heiratsmarkt in diesem Jahr: „Wenn wir das Grundmodell wieder hinkriegen, sind wir alle froh und glücklich.“

Eigentlich nötige Erhöhung der Standmieten kommt nicht

Bei den Aufwendungen schlagen im Ergebnishaushalt des Haushaltsplans für 2022 unter anderem die Herrichtung und Unterhaltung des Marktplatzes mit 25.000 Euro zu Buche, Miete und Pachten für Zelte und Toiletten mit 60.000 Euro, die Abfallentsorgung mit 25.000 Euro und die Werbung inklusive der Kosten für das Feuerwerk mit 35.000 Euro.

Eine eigentlich notwendige Erhöhung der Standmieten sei nicht geplant, auch und gerade, um die ohnehin gebeutelten Schausteller nicht unnötig zu belasten. „Wir sind froh, wenn alles wieder läuft. Da wäre es ein schlechtes Zeichen, mit den Wölfen zu heulen und die Standmieten zu erhöhen“, sagte Ralf Rohlfing.

Der Marktausschuss votierte einstimmig für den Haushaltplanentwurf des Eigenbetriebs und hoffte auf fünf ungezwungene Feier-Tage im August: „Denn wir sind uns alle einig, dass wir den Brokser Markt durchführen wollen“, konstatierte Hermann Hamann.

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