Bilanz in den Gewerbezelten des Brokser Heiratsmarktes / Befragte Aussteller zufrieden

Premiere für Gummibärchen

Pizzas aus Gummibärchen servierte der Verdener Michael Becker seinen Gästen Andrea aus Thedinghausen und Gisela aus Morsum (l.) im Gewerbezelt des Brokser Marktes.

Br.-Vilsen - (ah) Krise ? Welche Krise ? Der wirtschaftliche Abschwung scheint die Gewerbezelte des Brokser Heiratsmarktes weitgehend verschont zu haben. Dies ist zumindest das Ergebnis unserer – natürlich nicht repräsentativen – Umfrage am Marktdienstag.

Den größten Umsatz ihrer zehnjährigen Präsenz beim Brokser Markt überhaupt verzeichnete Wanda Wienert, Inhaberin des gleichnamigen Sanitätshauses in Bücken. Dies gelte für fast alle Produkte, vom „Schnäppchenschuh“ bis zum Elektrofahrzeug. An ihrem Stand, den sie im kommenden Jahr gerne um fünf Meter erweitern würde, konnten die Kunden auch Rezepte einlösen. Außerdem gab Orthopädie-Technikermeister Jürgen Bohnhorst mittels der dynamischen Fußdruckmessung detaillierte Auskünfte zu benötigten Einlagen.

Beim Nienburger Möbelhaus „heka“ feilschten Elfriede und Dieter Dicke mit Wohnberaterin Monika Böker um den Preis für zwei Sessel. „Die sind für den Platz am Kamin bestimmt“, erklärte Dieter Dicke. Obwohl Monika Böker längst nach Leipzig gezogen ist, betreut sie für ihren ehemaligen Arbeitgeber nach wie vor die Kunden beim Brokser Markt. Zum 21. Mal war sie in diesem Jahr dabei. Ihre Erfahrung: „Qualitätsware bleibt von der Krise verschont.“

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Seine Premiere feierte der Verdener Michael Becker mit seinem „Gummibärchen-Laden“ beim Brokser Markt. „Wenn man noch nicht hier war, wird man zunächst aus den Augenwinkeln betrachtet. Im zweiten Jahr dürfte die Skepsis aber verflogen sein. Ich komme wieder, wenn man mich lässt“, meinte Becker. Er wolle den Stand im Gewerbezelt dazu nutzen, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. „In meinem Laden merke ich schon, dass das Geld nicht mehr so locker sitzt“, sagte Becker. Im Gewerbezelt aber rechnete er nach einer guten Resonanz am Sonntag und Montag für gestern mit einem noch größeren Andrang.

Dass die Kinder mit weniger Marktgeld losgeschickt wurden, beobachtete Sonja Lüllmann, Mitarbeiterin des Raiffeisen-Marktes in Bruchhausen-Vilsen. Das Spielzeug sei aber trotzdem „gut gelaufen“. Insgesamt waren sie und ihre Kollegin Sonja Platzke mit dem Umsatz zufrieden. „Auch wenn er gegenüber 2005 und 2006 spürbar nachgelassen hat“, meinte Sonja Lüllmann. Seit 2004 ist das Geschäft im Gewerbezelt vertreten.

In der Außenanlage der Baumschule Krebs aus Hoyerhagen erfuhr Berta Bockhop aus Barrien, dass Herbst-Anemonen schattige bis halbschattige Plätze ebenso bevorzugen wie lockeren Boden. „Nur da, wo sie wachsen wollen, werden sie auch größer“, meinte Krebs, dessen Vater schon beim Brokser Markt ausgestellt hatte. Als „Gärtnerei im Herzen Niedersachsens“ findet Krebs es wichtig, sich zu präsentieren. Nur: „In unserem Bereich ist die Resonanz kaum messbar“, erklärte er. Ein bis zwei Außentermine kämen am Tag zustande. „Was wir daraus machen, werden wir nach dem Markt sehen.“

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