Das Besondere ist der Markt an sich

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Bruchhausen-Vilsen. Das Besondere am Brokser Heiratsmarkt ist schnell erklärt, wenn man Marktmeister Ralf Rohlfing fragt: „Das Besondere ist der Markt an sich“. Stimmt, denn dieser Markt sucht seinesgleichen vergeblich, denn eigentlich besteht er aus vier Märkten: dem Jahrmarkt, dem Händlermarkt, der Gewerbeschau und dem Pferdemarkt. Jeder dieser vier Märkte hat seine Eigenheiten, jeder hat seine Traditionen und sein Publikum. „Diese Mischung macht`s“, lacht der Marktmeister.

Eröffnet wird der Markt mit einem Luftballon-Weitflug-Wettbewerb, bei dem ein großer Pulk bunter Luftballons in den Himmel steigt, begleitet von Grüßen vom Brokser Markt und den besten Wünschen der Kinder, die eine Antwortkarte an den Ballon gehängt haben. Sie hoffen dann, dass ihr Ballon möglichst weit fliegt und der Finder die Karte wieder zurück sendet, denn für die weitesten Reisen gibt es Preise.

Offiziell eröffnet Bürgermeister Peter Schmitz den Markt. Er hat darin schon Übung, denn es ist nicht seine erste Eröffnung. Mit dabei: Willy Lemke, der ehemalige „Werder“-Manager und jetzige Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste des Friedens, der an diesem Tage die Funktion des Heiratsvermittlers übernimmt. - Eine Rolle, die ihm eigentlich liegen müsste. „Und schnacken kann er auch“, erklärt Peter Schmitz.

Nach der Eröffnung folgt der traditionelle Rundgang über den Marktplatz, der Gelegenheit für viele freundliche Gespräche mit den Ausstellern bietet.

Unter den Fahrgeschäften werden die Besucher zahlreiche gute alte Bekannte wieder treffen. Dazu zählt natürlich das große Riesenrad. Es bietet den Fahrgästen aus fast 50 Metern Höhe einen herrlichen Rundblick über den Markt und weit darüber hinaus. Es weist Besuchern schon von weitem den Weg zum Brokser Markt und begeistert mit einer spektakulären Lichtschau aus 55000 LEDs. Aber auch „Hansla`s Spukschloss“, die „Kristallgrotte“ und der „Time Visitor“, der „Polyp“, der „Break Dancer“ und der „Rock Express“, Kettenkarussells und Riesenrutsche und natürlich der „Skipper“ sind beliebte Fahrgeschäfte auf dem Brokser Markt. „Der Skipper ist bei uns kult“, so Rohlfing, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass die „Crazy Mouse“, der „Shaker“ oder der „Kickdown“, die im vorigen Jahr zum ersten Mal auf dem Markt fuhren, einen ähnlichen Kult-Status gewinnen. Nach mehrjähriger Unterbrechung kommt auch der „Rocket“ wieder.

Ebenso wie es alte Bekannte unter den Fahrgeschäften gibt, können sich die Besucher auch wieder von einigen Neuheiten durchschütteln lassen. Dazu zählen „Viva Cuba“, „The King“ sowie „Jekyll & Hyde“. Bei diesem Riesenpropeller hängen an den Enden der beiden Propellerflügel frei schwingende Gondeln, in denen die Fahrgäste mit bis zu 125 Stundenkilometern um die Achse schwingen. Auf dem höchsten Punkt der Umlaufbahn stoppt die rasende Fahrt für etwa eine Minute, um den Fahrgästen aus einer Höhe von 41 Metern eine atemberaubende Aussicht zu bieten.

Ergänzt wird dieses Angebot durch 16 weitere Kinderfahrgeschäfte. Durch Getränke- Süßigkeiten-, Los- und Imbissbuden.

Insgesamt werden 540 Aussteller zugelassen. „Mehr ging nicht“, so Rohlfing, der diese Auswahl unter mehr als 1350 Bewerbungen treffen musste.

Auf der Gewerbeschau stehen den Ausstellern mehr als 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf dem Freigelände und weitere 3.050 Quadratmeter in den Gewerbezelten zur Verfügung. Diese Gewerbezelte bleiben ständig bis 22 Uhr geöffnet.

Seit einigen Jahren gehört die Wahl der Miss „Brokser Heiratsmarkt“ zu den Höhepunkten des Marktes. Diese Misswahl hat inzwischen ein Aufwertung erfahren, weil die „Brokser Miss“ sich mit dem Titel für die Wahl zur Miss „Niedersachsen“ qualifiziert. Zu den Juroren zählt auch wieder Hermann Hamann, der Vorsitzende des Markt-Ausschusses im Vilser Rat. „Dieser Job kommt gleich nach dem Papst“, lacht er. Bewertet werden die jungen Damen nach Kriterien wie Ausstrahlung und natürlich dem äußeren Erscheinungsbild. Die Juroren kreuzen auf den Wahlzetteln ihre Bewertungen an und sind dann alle sehr gespannt auf das Ergebnis. „Manchmal habe ich mit meiner Wahl richtig gelegen, manchmal aber auch nicht“, erinnert sich Hamann, denn bei dieser Wahl bestätigt es sich wieder, dass die Geschmäcker zum Glück verschieden sind.

Neben all dem Rummel und Spektakel wird es auf dem „Brokser Markt“ aber auch besinnliche Momente geben. So gehört am Sonntag der Gottesdienst auf dem Marktplatz zum festen Programm. Dieser Gottesdienst beginnt um 9.15 Uhr mit dem Kurrende-Blasen des Posaunenchores Vilsen. Pastorin Anja von Issendorf hält den Gottesdienst, möglicherweise wird auch der Schausteller-Seelsorger diesen Gottesdienst mitgestalten. Diesem Gottesdienst im „Remmerzelt“ schließen sich ein Luftgitarren-Wettbewerb und der Familien-Frühschoppen an.

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