Hannelore Mügge

Geschichten, die in Erinnerung bleiben

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Wiebke Held-Witte und Hannelore Mügge(rechts).

Bruchhausen-Vilsen - Von Jana Wohlers. Im Gasthaus Mügge steht in Bruchhausen-Vilsen am Marktwochenende ein ganz besonderes „Marktjubiläum“ auf dem Programm. Genau 40 Jahre ist es her, seit Hannelore Mügge 1974 ihren ersten Brokser Heiratsmarkt als Kellnerin und Gehilfin im Gasthaus Mügge am Sportplatz erlebte.

In diesem Jahr blickt sie zurück auf 40 Jahre Marktgeschehen - denn sie hat nicht nur den Markt lieben gelernt, sondern auch viel erlebt. Auch 2014 wird sie wieder im Gasthaus Mügge die Marktgäste bewirten. „Wenn ich zurückschaue auf die vergangenen 40 Jahre dann ist es vor allem der Kontakt zu den Ausstellern und ihre Geschichten, die mir im Gedächtnis geblieben sind“, erzählt die heute 62-Jährige.

1974 gehörte das Gasthaus Mügge noch Tante und Onkel ihres Mannes Johann. Eigentlich hat Hannelore Mügge nach der Geburt ihres Sohnes Mirko damals nur nach einer Überbrückung gesucht, für die Zeit, in der sie nicht festen Arbeitszeiten nachgehen konnte. Doch zurückgekehrt in ihren alten Beruf ist sie nie. „Die Gastronomie hat mich seitdem nicht mehr losgelassen“, so Mügge. Unter der Leitung der Tante ihres Mannes erledigte sie alle anfallenden Arbeiten rund um das Gasthaus.

Als Tante und Onkel gesundheitlich nicht mehr in der Lage waren, übernahm Hannelore Mügge zusammen mit ihrem Mann das Gasthaus. Seit rund fünf Jahren steht das Grundstück gegenüber des Sportplatzes im Besitz von Sven und Wiebke Held-Witte. „Früher gab es im Gasthaus parallel zum Marktgeschehen oft noch warmes Essen und Tanzangebote“, sagte Mügge. Sie erinnert sich vor allem an einen Abend, als einige Geburtstag-Kolonne vor dem Gasthaus Halt machte und fragte, ob sie ihre Feier hier fortsetzen dürfen würde. „Ja“ lautete die Antwort der Chefin, mit der Aussage, dass allerdings keine Möglichkeit zum Musik hören bestünde. „Dann hat die Partymeute in den frühen Morgenstunden einfach ein Klavier ins Gasthaus geschoben. Keine Ahnung wo das plötzlich herkam“, erinnert sich Hannelore Mügge lachend.

Wenn wieder Marktzeit ist, freut sich die 62-Jährige auf viele altbekannte Gesichter. „Einige Aussteller kommen jedes Jahr rein, schlemmen und schnacken.“ Die meisten Stamm-Aussteller kennt Mügge bereits seit Beginn ihrer  Arbeit im Gasthaus. „Es ist eine Zeit, die ich nicht missen möchte, mit vielen schönen Erinnerungen und einer großen Portion Spaß“, erklärt die Marktjubilarin. Ob Betrunkene im Tiefschlaf in den Morgenstunden vor dem Gasthaus oder die Ansage ihrer ehemaligen Chefin, alle Fenster des Gasthauses müssten pünktlich zum Brokser Heiratsmarkt picobello sein – es gibt sicherlich einige Geschichten, die Hannelore Mügge noch lange in Erinnerung bleiben werden.

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