Abwärtstrend bei Eheschließungen in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gestoppt

Zahl der Ja-Sager konstant

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Der Abwärtstrend scheint gestoppt: Nach Jahren rückläufiger Eheschließungen gaben sich im Standesamtsbezirk Bruchhausen-Vilsen im Jahr 2009 wieder 103 Paare das Ja-Wort – exakt so viele wie im Jahr zuvor. Hinzu kam die Lebenspartnerschaft zweier Männer.

Gaben sich in der Nolteschen Wassermühle in Süstedt das Ja-Wort: Frank und Daniela Martsch.

Das geht aus der Statistik der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hervor. Seit 2004, als die Zahl der Eheschließungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre mit 152 ihren Höchststand erreicht hatte, hatten sich bis 2008 kontinuierlich weniger Paare trauen lassen. Bei der Zahl der Vaterschaftsanerkennungen hingegen weist die Statistik einen Anstieg aus: von 16 im Jahr 2008 auf 26 im vergangenen Jahr. Paare, die ein gemeinsames Kind erwarten, treten also nicht zwangsläufig gleich vor den Traualtar. Eine Vaterschaftsanerkennung ist nur bei unverheirateten Paaren erforderlich.

Gegenüber den besonderen Trauorten in der Samtgemeinde Bruchhausen- Vilsen ist das Rathaus in der Gunst der Heiratswilligen wieder gestiegen. 47 Paare liefen dort im vergangenen Jahr in den Hafen der Ehe ein, so viele wie seit 2005 (50) nicht mehr. Im Jahr 2008 waren es noch 41 Paare.

Im „Robbertschen Huus“ in Schwarme, im Waggon des Deutschen Eisenbahn-Vereins (DEV) oder in einer der Mühlen wollten insgesamt 57 Paare ihren besonderen Tag erleben (2008: 62 Paare). Den Spitzenplatz unter den besonderen Trauorten belegte im vergangenen Jahr mit 24 Eheschließungen erstmals die Noltesche Mühle in Süstedt (2008: 24). Bis dahin war bei den „Turteltauben“ immer die Behlmer Mühle in Engeln der Favorit gewesen. Dort heirateten im vergangenen Jahr 19 Paare, sieben weniger als 2008.

Sechs Eheschließungen in der Fehsenfeldschen Mühle und drei Eheschließungen im DEV-Waggon bedeuteten im vergangenen Jahr jeweils eine Trauung mehr als 2008. „Robberts Huus“ stagnierte bei fünf Trauungen. Nach wie vor begeistern sich mehr auswärtige als heimische Paare für den Ringtausch in besonderen Räumen. Bei 33 Trauungen kam mindestens ein Partner nicht aus dem Standesamtsbezirk Bruchhausen-Vilsen. Ein Paar reiste sogar aus dem italienischen Kalten (Südtirol) an, weitere kamen aus Baden-Württemberg (Baienfurt), Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf), Bayern (Weißenohe und Altenstadt), Bremen, Hamburg und aus ganz Niedersachsen.

Als beliebtester Heiratsmonat löste der Juli im Jahr 2009 den August ab. Nur dreimal in den vergangenen zehn Jahren landete der Wonnemonat Mai auf Platz eins, 2006 schaffte das sogar der Dezember. Für die Standesbeamten bedeutet eine Heirat in fast 50 Prozent der Fälle Überstunden, was den Trend der vergangenen Jahre bestätigt. Allein 25 Prozent der Trauungen gingen sonnabendnachmittags über die Bühne. ah Wer am Wochenende heiratet, wählt zumeist einen der besonderen Trauorte. Nur für 14 der 49 Eheschließungen musste das Rathaus öffnen. Dass Ehepaare den Geburtsnamen der Frau als gemeinsamen Familiennamen annehmen, zählt zumindest in Bruchhausen-Vilsen zu den ganz großen Ausnahmen. Dies war im vergangenen Jahr nur bei drei Eheschließungen der Fall. (ah)

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