Welche Frau sähe es nicht gerne, wenn sich ihr Auserwählter für den Heiratsantrag auf die Knie sinken ließe? Frank Müller (36) hat es 2008 während des Weihnachtsballs im Gasthaus „Puvogel“ in Ochtmannien getan – und hatte damit großen Erfolg: „Ich habe voller Freude ,Ja‘ gesagt“, erinnert sich Daniela Martsch (28).

Frank und Daniela Martsch sind das „Brautpaar des Jahres“ beim Brokser Heiratsmarkt 2010
Wir sanken zu Boden und küssten uns.“ Am 25. September vergangenen Jahres gaben sich die beiden bei Standesbeamtin Svenja Sill in der Nolteschen Wassermühle in Süstedt das Ja-Wort. Kirchlich heirateten sie tags darauf in Heiligenfelde. Töchterchen Laura feierte im Bauch der Mama mit und wurde bereits am 22. Januar 2010 geboren.
Frank und Daniela Martsch sind das „Brautpaar des Jahres“ beim Brokser Heiratsmarkt 2010. Zu diesem Ergebnis kam eine vierköpfige Jury nach dem „Casting“ der Bewerber im Sitzungssaal des Rathauses in Bruchhausen-Vilsen.
Es ist bereits die vierte Auflage der gemeinsamen Aktion des Gastronomen Uwe Stoffregen, des Fleckens Bruchhausen- Vilsen und der Mediengruppe Kreiszeitung.
Der Flecken steuert Vergünstigungen für Fahrgeschäfte und Imbiss-Buden bei, die Mediengruppe Kreiszeitung sponsert ein romantisches Wochenende für zwei Personen.
Trotzdem sollten noch zwei Jahre ins Land ziehen, bis zum „Kniefall von Ochtmannien“ und der Verlobung während eines romantischen Essens im Gasthaus „Dillertal“ als Höhepunkt. Welch großen Stellenwert der Brokser Markt in Franks Leben einnimmt, hat Daniela längst erfahren. Mit dem Fahrrad fuhren die beiden einst die wichtigen Buden und Fahrgeschäfte sowie sämtliche Uenzer Treffpunkte ab – und das, obwohl noch gar nichts aufgebaut war. Frank hatte den Plan im Kopf. „Ich war echt fasziniert“, meint Daniela, die den Markt selbst von Kindesbeinen auf kennt. Als die Budenstadt endlich eröffnete, bummelte das Paar jeden Tag über das Gelände. Und so soll es auch diesmal sein. Daran ändert auch Franks verantwortungsvolle Aufgabe als Elektro-Techniker-Meister bei der Bremer Straßenbahn AG nichts. Markt ist Markt, lautet seine Devise. „In der Zeit habe ich immer Urlaub.“
Andreas Hapke



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