728.08.11|News|News|
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Zum achten Mal steht Andreas Lange fünf Tage hintereinander auf der Bühne eines der Festzelte. Mit den als Bayern verkleideteten „Bubingas“ ist er als Conférencier für die Stimmung im Remmer-Zelt verantwortlich.

© Mediengruppe Kreiszeitung / Anne-Katrin Schwarze
Immer freundlich, das ist die Strategie von Brigitte Parpalioni und Enkel Marc.
„Es ist ein schwieriges Geschäft“, meint Olaf Oster. Er bietet hochwertige Pfannen an, eher kein Artikel für reine Kirmesbesucher, sondern für Stammkunden und Menschen, die auf Empfehlung kommen. Er hält seine sachlichen und fachlichen Produktvorträge gezielt vor Interessierten.
„Oh, wie ist das schö-ö-ö-ö-ö-ö-ön“, dröhnt es vom Denkmal her. Im Herzen des Marktplatzes müssen die Schausteller Gas geben, um Fahrgäste zu ködern. Mit Lautstärke und mal mehr, mal weniger frechen Sprüchen buhlen sie um neue Kunden.
„Die Sieben hat gut angefangen, dann die Zehn, die Sechs... Immer schön langsam gerade nach oben.“ Akustisch viel beschaulicher geht es auf der Pferderennbahn der Familie Parpalioni zu. Seit 30 Jahren steht sie mit diesem Klassiker der Belustigungsgeschäfte gegenüber dem Riesenrad. Immer höflich und freundlich geht es hier zu. Auch das ist Rekommandieren. „Ein bisschen lustig sein“, ist die Devise von Manfred Parpalioni, mit seiner Frau Brigitte ganzen Generationen von Marktbesuchern als Betreiber des „Kentucky Derby“ bekannt. „Wir haben viele Stammkunden, manche erzählen uns ihre ganze Lebensgeschichte, Freud und Leid“, freuen sie sich über den Kontakt, der letztlich über das Rekommandieren zustande kommt. Dass Kinder von einst jetzt mit eigenen Kindern oder gar Enkeln zu diesem Ballspiel zurückkehren, ist für sie auch ein Erfolg ihrer persönlichen Ansprache. Ein Rezept, das Enkel Marc Petter gerne übernimmt. Seit drei Jahren unterstützt er seine Großeltern, vor allem auch am Mikro. „Die Zehn ganz vorne, dann die Vier, die Fünf muss noch etwas zulegen“, kommentiert er das Geschehen hinter sich und hat gleichzeitig die vorbeischlendernden Passanten im Blick. „Wir haben noch einen Startplatz frei. Wie wär’s?!“, lockt er und schon geht es wieder los. „Die Vier jetzt vorne....“
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