Brokser Markt 2012: „Voodoo Jumper“ neu und einzigartig

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Der VOODOO-JUMPER der Schaustellerfamilie Schäfer ist noch im Bau und soll neben dem „Rocket“ die Attraktion beim Brokser Heiratsmarkt 2012 werden

BR.-VILSEN - von Anne-Katrin Schwarze.  „Wir wollen noch mal fahren, Mama, biiitte.“ Von Kindern mit großen Augen, die so herzzerreißend und letztlich erfolgreich quengeln, leben die Schausteller beim Brokser Markt.

Wenn aber Schausteller-Kinder in einem Karussell unbedingt noch einmal fahren möchten, dann muss es ein ganz besonderes Erlebnis gewesen sein. Und so waren es die beiden neun- und elfjährigen Sprösslinge der Familie Schäfer, die ihre Eltern Martina und Hans Otto überzeugten: Unsere Entscheidung ist richtig!

Mit dem „Voodoo Jumper“ kaufte sich die Schwerter Familie 2011 ihr erstes eigenes Fahrgeschäft. Noch ist es im Bau, aber beim Brokser Markt im August soll es die Besucher in seinen Bann ziehen.

Als eine Art „Speed Jumper“, also „Schneller Hüpfer“ ist diese Art Karussell in der Kirmes-Welt bekannt. An beweglichen Armen hängen Gondeln, die sich gleichzeitig drehen und dabei hüpfen. Besonders in Italien kommt diese Belustigung gut an, weiß Martina Schäfer. In Deutschland soll es diese Jahrmarktattraktion ihres Wissens nach noch nicht geben. Einzigartig sei der „Voodoo Jumper“ aber auch international. „Wir sind die ersten, die einen Jumper mit schrägem Podium ausstatten“, so die Unternehmerin.

„Es ist wie fliegen“, beschreibt sie das Fahrgefühl. Schon seit einigen Jahren plant die Schaustellerfamilie, ein eigenes Geschäft zu kaufen. „Aber bei so einer Investition muss man zu 100 Prozent sagen können, ja, genau das wollen wir.“

Natürlich kennen Martina und Hans Otto alles, was auf dem Markt ist. Beide stammen aus großen Schaustellerfamilien, sind von klein auf auf den Jahrmärkten, Rummel- und Kirmesplätzen in ganz Deutschland zu Hause. Hans Otto vertritt die dritte Generation der Schäfers. Seine Eltern sind mit Publikumslieblingen wie dem „Turbo Force“ regelmäßige Beschicker des Brokser Marktes gewesen.

Um am Markt bestehen zu können, sollte die Neuanschaffung etwas ganz Besonderes sein. „Wir haben schon seit Jahren geguckt, aber so richtig passte nichts zu uns“, blickt Martina Schäfer zurück. Bei einer Fachmesse in Spanien liebäugelten sie dann zum ersten Mal mit einem Jumper. Bei einer Kirmes in Italien testete die Familie dann im vergangenen Jahr unter realen Bedingungen, also mit „normalem“ Publikum, den Fahrspaß. „Das ist es, das war uns gleich klar“, erinnert sich Martina noch genau an das Gefühl.

Dann fielen die Entscheidungen ganz schnell. Schon in der nächsten Saison, ab Frühjahr 2012 also, wollten Schäfers mit dem „Voodoo Jumper“ auf Reisen gehen.

In enger Zusammenarbeit mit der italienischen Herstellerfirma entstanden die Pläne. „Unsere Idee mit der schrägen Plattform war für die Statiker eine Herausforderung.“ Jetzt steht die Marktneuheit vor der technischen Abnahme und wird dafür in Italien erstmals komplett und vollständig aufgebaut. Ein aufregender Moment für die Schäfers. „Wir hoffen, dass alles passt“, denn Pfingsten soll die Deutschlandpremiere in Ingolstadt stattfinden.

Doch die hüpfenden Gondeln sind nur die eine Seite des Vergnügens. Wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der Gäste zu erregen, muss die Kulisse etwas hermachen. Damit das gelingt, haben Schäfers einen Kunstmaler engagiert. Nicht in der üblichen Airbrush-Technik, sondern mit Pinsel und Farbe gestaltete er sechs Wochen lang die Voodoo-Szene. „Wir wollen die Gäste damit verzaubern und sind keine Geisterbahn“, erklärt sie das farbenfrohe, augenzwinkernde Konzept. Immer wieder hat der Maler seine Ideen mit den Vorstellungen der Schäfers abgeglichen. Zig Skizzen gingen hin und her. „Wenn wir uns schon an eine solche Investition wagen, dann auch richtig“, sagt Martina Schäfer. Und: „Unsere Vorstellungen sind zu 100 Prozent umgesetzt.“

Die Besucher des Brokser Marktes dürfen sich also auf eine Marktneuheit mit ganz persönlicher Note freuen.

Der „Voodoo Jumper“ wird aber nicht die einzige Neuheit sein, die Marktmeister Ralf Rohlfing mit seinem Team für die Großveranstaltung vom 24. bis 28. August verpflichtet hat.

Mit „No Limit“ geht es hoch hinaus. Die Platzneuheit ist ein „Highlight“ im wörtlichen Sinne. In etwa 50 Metern wirbelt es seine Fahrgäste gleich mit drei verschiedenen Drehbewegungen 360 Grad um die eigene Achse. Bei 100 Stundenkilometern erreicht es eine Kraft von 5 G, wirbt der Betreiber für ein ultimatives Vergnügen. „ ,No Limit’ wird neben dem Riesenrad schon von weitem zu sehen sein“, freut sich Ralf Rohlfing über die Außenwirkung.

Die „Lizenz zum Fliegen“ stellt Familie Weber aus, die auf dem Marktplatz den „Rocket“ präsentiert. Im 120 Grad-Winkel bekommt „Schaukeln“ hier eine ganz neue Dimension. „Die Beleuchtung ist spektakulär“, versprechen die Betreiber.

Immerhin zwölf Meter über dem Boden schwebt und dreht sich „High Impress“. Dieses Hoch- und Rundfahrgeschäft ist zum ersten Mal beim Brokser Markt dabei. Zu den insgesamt 17 Großfahrgeschäften und 14 Kinderkarussells gehören natürlich die Klassiker wie „Skipper“, „Break Dancer", „Polyp“ und „Rock Express“. Auch die Wildwasserbahn „Big Splash“ soll wieder dabei sein. Damit auch das Stammpublikum seine Freude hat, bieten zahlreiche Stammbeschicker viele neue Details. In Hanslas Spukschloss zum Beispiel treiben neue Geister ihr Unwesen, und der Simulator „Time Visitor“ hat neue Filme an Bord.

Im bisherigen „Schaufenster der Gemeinden“ tut sich in diesem Jahr Wesentliches: Das Zelt inmitten der Gewerbeschau präsentiert erstmals alles rund ums Thema Hochzeit – Von Modenschau bis Spaßtrauung.

www.voodoo-jumper.de

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